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Ausbildung zum Motorsägenführer

Allgemeines

Im technischen Hilfeleistungseinsatz der Feuerwehren ist die Motorsäge ein bewährtes Einsatzmittel. Die Bewältigung der besonderen Schadenslagen, z.B. nach Stürmen, wäre ohne effektive Sägearbeiten nicht möglich. Die Motorsäge ist aber auch ein gefährliches Gerät. Belegt ist dies durch Unfallzahlen und die Schwere der durch Motorsägearbeiten verursachten Verletzungen. Zur Verhütung dieser Unfälle ist eine fundierte Ausbildung mit der Motorsäge notwendig. Den Gemeinden als Träger des Brandschutzes obliegt die Aufgabe, die Motorkettensägenführer der Feuerwehren dementsprechend auszubilden.

Ausbildung am Baumbiegesimulator

Der Baumbiegesimulator ist ein wichtiger Baustein im neuen Ausbildungskonzept „Motorsäge in der Feuerwehr“. Es müssen einige feuerwehrspezifische Gesichtspunkte berücksichtigt werden. So wird die Motorkettensäge der Feuerwehr meist bei schwierigen äußeren Bedingungen wie Dunkelheit, Sturm oder Schneefall eingesetzt. Daraus resultieren besondere Gefahren, die es zu beherrschen gilt.

Gemeinsames Ausbildungskonzept von UKS und LFV Saarland e.V.

Gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband hat die Unfallkasse Saarland ein Ausbildungskonzept für die Motorsägenausbildung in den saarländischen Feuerwehren erarbeitet. Ziel ist es eine saarlandweit einheitliche und qualitativ hochwertige Ausbildung zu gewährleisten, die den bereits erwähnten besonderen Gefahren im Feuerwehrdienst Rechnung trägt. Eine dieser besonderen Gefahren geht von unter Spannung stehenden Bäumen, wie man sie z.B. bei „Windwurf“ nach einem Sturm vorfindet, aus.

Dabei sind umgestürzte Bäume untereinander so verkeilt, dass einzelne Baumstämme unter Spannung stehen. Wird diese Gefahr nicht erkannt und werden an solchen Baumstämmen Sägearbeiten ausgeführt, so besteht die Möglichkeit, dass sich die Spannung plötzlich löst. Dabei können Teile des Baums den Motorsägenführer treffen und ihn schwer verletzen. Auch Personen die aus dem privaten Bereich schon seit vielen Jahren Erfahrungen im Umgang mit der Motorsäge besitzen, verfügen üblicherweise nicht über die Kenntnisse der richtigen Schnitttechnik zur Verhinderung solcher Unfälle.

Der Baumbiegesimulator der UKS

Als ein Baustein im Rahmen des Ausbildungskonzeptes „Motorsäge in der Feuerwehr“ hat die Unfallkasse Saarland einen Baumbiege- oder Spannungssimulator angeschafft. Dieser bietet die Möglichkeit einen eingespannten Baumstamm so unter Spannung zu setzen, dass die entsprechende Vorgehensweise und Schnitttechnik mit größtmöglicher Sicherheit geübt werden kann.

Verleih des Baumbiegesimulators

Der Landesfeuerwehrverband übernimmt im Auftrag der Unfallkasse den Verleih der kleinen Arbeitsmaschine (Baumbiegesimulator) an die Feuerwehren der saarländischen Städte und Gemeinden.  Mit Zustimmung der UKS kann das Leihobjekt auch an andere Betriebe (z.B. Bauhöfe, Forst) der Mitglieder der UKS, soweit Kapazitäten frei sind, verliehen werden. Der Verleih der Arbeitsmaschine darf nicht von der Mitgliedschaft im Landesfeuerwehrverband oder durch Entrichtung eines Entgeltes abhängig gemacht werden.

Der Baumbiegesimulator wird im Rahmen des Ausbildungskonzeptes an die geschulten Ausbilder, sogenannte Multiplikatoren, ausgeliehen. Diese tragen dann ihr Fachwissen in die einzelnen Feuerwehren. 

Fragen

Bei Fragen zum Ausbildungskonzept und zum Verleih des Baumbiegesimulators wenden Sie sich bitte an den Landesfeuerwehrverband Saarland e.V.


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Anschrift

Unfallkasse Saarland
Beethovenstr. 41
66125 Saarbrücken-Dudweiler

Tel. 06897 97 33 0
Fax 06897 97 33 37
E-Mail: service(at)uks.de



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